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28.07.2011 Es muss nicht immer Harley sein
Unter gestandene Trucker und Harley-Fahrer hat sich der Wallenhorster Peter Bartsch gewagt: Mit seinem Mini-Moke ist er im Juni und Juli bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius einmal quer durch Amerika gefahren.

So manch einer wird sich beim Überholen gedacht haben: „Der spinnt.“ Ohne Klimaanlage, aber dafür mit hochgerollten Türen, Osnabrücker Nummernschild und einer kleinen Deutschlandflagge über der Frontscheibe ist Peter Bartsch vier Wochen lang mit 100 km/h über die Route 66 gedüst. Von New York aus ging es nach Chicago an den Beginn der legendären Harley-Strecke und von dort gen Westen bis nach Santa Monica. „Die Leute haben fotografiert ohne Ende“, erzählt der 69-jährige Mini-Fan, der sich mit der Tour einen Jugendtraum erfüllt hat. Sein silberner Mini-Moke , Baujahr 1987, 32 PS, ist mit Zeltplanen statt Türen ausgestattet. Das Modell wurde ursprünglich für die englische Armee konzipiert, aber mit den Temperaturen von über 38 Grad Celsius kam das Gefährt ebenso wenig zurecht wie der Maschinenbau-Ingenieur selbst. „Überall steht: Fahre nie im Juni oder Juli – ich hätte besser darauf hören sollen.“ Nachdem er seinen eingeschifften Wagen mit zwei Wochen Verzögerung in Empfang genommen hatte, machte zunächst die Elektronik Probleme, dann kam die Batterie mit der Hitze nicht zurecht. Blinken musste der Rentner mit der runden Hornbrille und nach oben gezwirbeltem Schnurrbart meist, indem er einen Arm aus dem Fenster streckte – sehr zur Freude seiner fotografierenden Beobachter.

Die Pausen verbrachte der mehrfache Großvater in klimatisierten Einkaufszentren, die Nächte in Motels. An die vielen netten Begegnungen mit Truckern und Harley-Fahrern erinnert er sich gern – so zum Beispiel an zwei Ehepaare auf Harleys aus Quakenbrück, die er an einer Tankstelle irgendwo in Nevada traf. Und überhaupt, die Harley-Fahrer: „Die sind überall. Die ganzen Sturzhelme haben sie bei der Hitze hinten draufgebunden, auf dem Kopf tragen die meisten nur eine Kappe.“

„Unvorstellbar“
Nie vergessen wird er die Eindrücke am Grand Canyon. „Das lässt sich nicht beschreiben. Sie stehen oben und sehen ganz weit unten ein kleines grünes Rinnsal. Man kann sich kaum vorstellen, dass das der Colorado sein soll, der diese Landschaft geformt hat.“
Das Schwierigste sei gewesen, sechs Wochen allein unterwegs zu sein, gibt er zu. „Es ist ein beklemmendes Gefühl: Die Temperatur drückt von allen Seiten und zwischen den sehenswerten Punkten liegen 300 bis 500 Kilometer Wüste. Ich dachte immer, hoffentlich muss ich bis zum nächsten Baum keinen Reifen wechseln.“ Als Bartsch endlich Santa Monica erreichte, hat er sich erst einmal ein XXXL-Bier gegönnt, erzählt er schmunzelnd. Es war nicht seine erste Tour mit dem Wagen. „Am Mini-Run London–Brighton nehme ich jedes Jahr teil“, so Bartsch. Die Leidenschaft für das britische Kult-Auto kam schon während seiner ersten Reisen nach England auf, die er als Schüler noch per Anhalter bestritt.
Auch Geschäftsreisen unternahm er regelmäßig mit seiner Mini-Limousine, und das jährliche internationale Mini-Meeting, das dieses Jahr in Bayern stattfand, lässt er sich nie entgehen. Der Fan-Gemeinde ist Bartsch spätestens nach seiner ungewöhnlichen Reise über die Route 66 bekannt. Seine Fotos hat er im Internet-Forum veröffentlicht und viel Respekt geerntet. „Beim nächsten internationalen Mini-Meeting wird jedenfalls jeder wissen: Das ist der Moke, der in Amerika war“, freut sich Bartsch.

Neue Osnabrücker Zeitung, 16.09.2010


  
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